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rehaKIND kritisiert Open-House-Verträge der KKH News

„Individuelle Versorgung von Kindern und Jugendlichen findet keine Beachtung“

Der Verein rehaKIND e.V. äußert in einer Mitteilung „Bedauern und erhebliche Bedenken“ darüber, dass die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) ihre Versicherten „nur noch“ im Wege der so genannten Open-House-Verträge versorgen wolle.

Aktuell werde der Wiedereinsatz für eine Vielzahl von Produktgruppen im Wege des Open-House-Verfahrens vergeben. „Die individuelle Versorgung von Kindern und Jugendlichen findet keine Beachtung, obwohl dies zur dauerhaften Sicherstellung der Versorgungs- und Ergebnisqualität notwendig wäre, um den besonderen Bedarfen dieser Gruppe gerecht zu werden“, kritisiert die Interessengemeinschaft rehaKIND in einer Mitteilung vom 17. Mai 2017.

Auch in sensiblen weiteren Versorgungs-Bereichen erkunde die KKH laut RehaKIND zur  Zeit den Markt, um weitere Open-House-Verträge vorzubereiten. Aktuelle Beispiele neben den bereits laufenden Vertragsverfahren zum Wiedereinsatz seien Markterkundungen für Beatmungsgeräte inklusive Zubehör, Markterkundungen für Encasings und als letztes für Antidekubitusmatratzen und -sitzkissen.

Aufgrund des bisherigen Vorgehens sei zu befürchten, dass die individuellen besonderen Bedürfnisse bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen keine Bedeutung haben werden. Bei der KKH sei „offensichtlich nicht vorgesehen, die Besonderheiten der Kinder- und Jugendversorgung in irgendeiner Weise zu berücksichtigen“. Vielmehr ziehe man sich unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf darauf zurück, dass dies der einzig rechtlich zulässige Weg wäre, wenn man keine Ausschreibungen durchführe.

Unabhängig davon, dass gerade die von der KKH durchgeführte Vorgehensweise eines Open-House-Vertrages rechtswidrig und durch die Rechtsprechung des OLG Düsseldorf gerade nicht geboten sei, würden inhaltlich die hohen individuellen Anforderungen an die Versorgung von Kindern und Jugendlichen „komplett ausgeblendet“.

Weitere Infos dazu auf www.rehakind.de.

(Text: Brigitte Muschiol)

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