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Opel Mokka X 1,4 Turbo: Runde Sache Das seniorengerechte Auto

Das Mini-SUV von Opel im MOBITIPP-Fahrtest

Auch Opel schickt seit einigen Jahren mit dem Mokka einen Mini-SUV ins Rennen, seit dem Jahr 2016 in einer überarbeiteten Version. Als solcher bietet er schon bauartbedingt einen höheren Einstieg. Ob der Mokka das Versprechen seines Namens von Power und Genuss auch einhalten kann, haben wir gestestet.

Auf den ersten Blick fällt beim Opel Mokka die runde Optik ins Auge, die ein wenig an den Dacia Duster erinnert. Das ist nicht jedermanns Sache, führt im Windkanal aber zu guten Ergebnissen. Das Fahrzeug ist zwar offiziell ein SUV, ist aber selbst mit dem optional erhältlichen Allradantrieb alles andere als ein Geländewagen. Das ist aber kein Mokka-spezifischer Nachteil, weil sämtliche Mini-SUV nicht dafür gebaut sind, mehr als einen gut befestigten Feldweg zu bewältigen. Diese Bauart hat aber den schönen Vorteil, dass die Autos sehr kompakt sind und einen hohen Einstieg haben. Das ist auch beim Mokka so.

Die vorderen Türen lassen sich angenehm weit öffnen, was das Ein- und Aussteigen einfach macht. Aber selbst bei leicht geöffneter Tür, zum Beispiel in engen Parklücken kommt man noch gut rein und raus. Die vorderen Sitze haben uns mit ihrem großzügigen Platzangebot überrascht. Selbst Menschen mit einer Körpergröße an die zwei Meter dürften hier noch genügend Kopffreiheit haben. Schwieriger wird es da schon auf den hinteren Plätzen. Für die Enkelkinder reicht das Platzangebot allemal und auch Erwachsene können im Fond auf kürzeren Strecken ausreichend gut sitzen. Wer jedoch regelmäßig mit vier Erwachsenen längere Touren unternimmt, findet im Opel Mokka nicht das optimale Transportmittel.

Volle Kameraausstattung empfehlenswert

Das zeigt sich auch beim Kofferraum, der mit 260 Litern Fassungsvermögen bis zur Kofferraumabdeckung nur die Dimensionen eines Kleinwagens erreicht. Das ist ausreichend für einen Urlaub zu zweit, ist aber für ein Fahrzeug dieser Klasse eher wenig. Der Kofferraum hat eine angenehme Ladehöhe und keine störenden Kanten. Das Ein- und Ausladen des Gepäcks oder der Einkäufe ist deshalb bequem möglich.

Wie bei vielen SUV ist die Rundum-Sicht im Opel Mokka eher bescheiden. Wo das Fahrzeug tatsächlich anfängt und aufhört, kann man nicht sehen. Um auch beim Einparken gut und sicher unterwegs zu sein, sollte man das Fahrzeug deshalb mit aller unterstützenden Technik bestellen. Die Abstandswarner vorne und hinten sowie die Rückfahrkamera sind nicht immer serienmäßig, aber sehr zu empfehlen. Eine 360 Grad-Rundumsicht, wie sie einige andere Hersteller bereits anbieten, gibt es beim Mokka nicht. Kleine Parkrempler an den Seiten sind deshalb nicht auszuschließen.

Einfach zu bedienendes Display

Das Cockpit sieht sehr aufgeräumt und übersichtlich auf, wobei vor allem das entweder sieben oder acht Zoll große Display in der Mittelkonsole sofort ins Auge fällt. Über den Touchscreen werden durch Berührung viele Funktionen wie Radio, Telefon und das Navigationssystem gesteuert. Das ist zunächst ungewohnt, lässt sich aber sehr einfach erlernen. Die Menüführung ist intuitiv, und auf dem recht großen Bildschirm sind die einzelnen Symbole gut und klar zu erkennen. Bei aktiviertem Navigationssystem hat der Fahrer die Karte und die Streckenführung stets gut im Blick.

Eher klassisch sind hingegen Tachometer und Drehzahlmesser, die mit analogen Zeigern ausgestattet sind. Dazwischen ist ein Informationsdisplay angeordnet, das unserer Meinung nach etwas schwer ablesbar ist. Allerdings werden dort auch nur Servicedaten wie Gesamtkilometerstand, Verbrauch usw. angezeigt, also Daten, die man nicht ständig abrufen muss und während der Fahrt nicht unbedingt braucht. Die übrigen Bedienelemente für Blinker, Scheibenwischer, Licht usw. sind dort, wo man es kennt und vermutet. Ihre Bedienung ist deshalb einfach und gewohnt.

Hilfe per Knopfdruck

Ein echtes Highlight ist der Notruf- und Service-Assistent, der allerdings leider nur in den höheren Ausstattungsvarianten inklusive ist. Egal ob Unfall, Panne oder gesundheitliches Problem: Hilfe ist nur einen Knopfdruck entfernt. Der Assistent hilft aber auch bei ganz alltäglichen Fragen, zum Beispiel bei der Suche nach dem Weg oder einem Hotelzimmer. Die Bedienung des Notruf- und Service-Assistenten ist einfach und schnell erlernt. Seine Nutzung ist allerdings ab dem zweiten Jahr kostenpflichtig.

Apropos Kosten: Der Opel Mokka fängt bei etwa 20.000 Euro an, selbst mit allem möglichen Schnickschnack kann man nicht viel mehr als 35.000 Euro für ihn ausgeben. Damit liegt er preislich in der unteren Mittelklasse, bietet aber durchaus die Qualität und Ausstattung der oberen Mittelklasse. Die Motoren- und Getriebeantriebspalette umfasst durchweg vernünftige Aggregate, sowohl in Bezug auf die Leistung als auch auf den Verbrauch. Erfreulich ist, dass es auch verschiedene Benzin-Motoren mit Allrad und Automatik gibt. Allrad braucht zwar nur, wer viel im Winter auf nicht geräumten Straßen unterwegs ist, aber ein Automatikgetriebe macht das Fahren in jedem Fall bequemer.

(Text: Max Montanus)

Fazit:

Der Opel Mokka ist ein solider Mini-SUV mit markantem Aussehen. Trotz seiner kompakten Maße bietet der Mokka auf den vorderen Sitzen selbst großen Menschen viel Platz. Im Fond und im Kofferraum ist es dafür überraschend eng. Die Grundausstattung des Mokka ist erfreulich solide und lässt sich auf Wunsch deutlich aufbessern. Bei den Motoren ist die Auswahl perfekt auf das Fahrzeug abgestimmt. Preislich liegt der Opel Mokka im unteren Mittelfeld. Opels kleiner SUV eignet sich damit vor allem für Fahrer, die viel auf kurzen und mittleren Strecken unterwegs sind, dabei bequem ein- und aussteigen möchten und sich beim Einparken und Rangieren über ein kompaktes Auto freuen.

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Opel Mokka

(c) Michael Glast

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