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Kadomo: Die Mobilitätsmanufaktur Autoumbauten für Rollstuhlfahrer

Grüner wird's nicht

Als Kadomo im Jahr 2009 im Markt der Autoumrüster auftauchte, stellten sich viele Fragen: Braucht der Markt wirklich noch einen Anbieter? Was können die, was andere nicht können? Warum Mobilitätsmanufaktur? Und nicht zuletzt: Was heißt eigentlich Kadomo? Sieben Jahre später hat das Unternehmen alle Fragen beantwortet und gehört mit drei Standorten in ganz Deutschland zu den Branchengrößen. In einigen Bereichen hat Kadomo sogar Maßstäbe gesetzt.

Auf die Idee, dass Kadomo ein Integrationsfachbetrieb sein könnte, ist Geschäftsführer Frank Rösner erst gekommen, als das Unternehmen es eigentlich schon längst war. Ganz selbstverständlich hat Kadomo von Anfang an viele behinderte Menschen eingestellt, besonders im administrativen Bereich. „Beratung und Betreuung auf Augenhöhe mit den Kunden gehört bei uns zum Konzept“, berichtet Frank Rösner. Dafür hat das Unternehmen keine Zuschüsse in Anspruch genommen, sondern die barrierefreien Umbauten auf eigene Kosten durchgeführt.

Entsprechend überrascht waren die Prüfer vom Landschaftsverband Rheinland, als sie feststellten, wie selbstverständlich der Gedanke der Inklusion bei einem privatwirtschaftlichen Unternehmen umgesetzt worden ist. Mit einer Quote von mehr als 50 Prozent behinderten Mitarbeitern im kaufmännischen Bereich wurde Kadomo als Integrationsprojekt anerkannt – als erster Umrüster für behinderte Menschen in Deutschland überhaupt.

Der Unternehmensname als Versprechen

Foto: Kadomo

Foto: Kadomo

Wichtiger als die Auszeichnung ist für Frank Rösner allerdings, dass das Konzept von Anfang an aufgegangen ist. Frisch und munter ist Kadomo 2009 als Neuling in den Markt getreten, wobei „Neuling“ reichlich untertrieben ist. Alle fünf Gründer des Unternehmens verfügten schon über viel Erfahrung im Bereich der behindertengerechten Umrüstung von Fahrzeugen, und zwar sowohl bei der Technik als auch bei der Abwicklung. Sie wollten es nur einfach anders und besser machen: frischer, ehrlicher, persönlicher.

Schon der Name des Unternehmens ist ein beinahe freundschaftliches Versprechen an die Kunden. Er ist die Kurzform aus „…und du KAnnst DOch MObil sein“. Das ist kein geringer Anspruch, wenn man bedenkt, dass die Anforderungen vieler behinderter Menschen sehr speziell sind. „Nach mittlerweile fast 4.000 Umbauten können wir sagen, dass wir nicht zu viel versprochen haben“, stellt Udo Späker, Marketingleiter des Unternehmens fest. Er ist selbst Tetraplegiker mit eingeschränkter Arm- und Handfunktion und fährt selbstständig einen VW T6.

Kundennähe trotz Wachstum

Bereits ein Jahr nach der Gründung eröffnete Kadomo einen weiteren Standort in Berlin, im Jahr 2014 kam ein weiterer in Schwarzenbach am Wald im Norden Bayerns hinzu. Um weiter wachsen zu können, hat Kadomo seinen Stammsitz inzwischen nach Hilden verlegt. Dort mussten die Kapazitäten erst kürzlich für Behindertentransportfahrzeuge und Autos mit Bodenausschnitt weiter ausgebaut werden. Das Ende der Entwicklung ist noch nicht absehbar, Kadomo ist nach wie vor auf Wachstumskurs.

„Obwohl wir bisher beständig gewachsen sind, legen wir größten Wert auf Kundennähe und eine individuelle Betreuung“, betont Frank Rösner. „Um einen optimalen Umbau realisieren zu können, müssen wir die Anforderungen und Wünsche unserer Kunden ganz genau kennen. Das braucht Zeit, Erfahrung und Einfühlungsvermögen“. Auch deshalb sind die Geschäftsräume von allen drei Kadomo-Standorten hell und freundlich gestaltet, fast wie in einem Café – natürlich vorwiegend im zarten Grün der Hoffnung und des Unternehmenslogos. So kann man in angenehmer Atmosphäre ausgiebig die anstehenden Herausforderungen besprechen.

Gut und nachhaltig vernetzt

Diese können ruhig sehr anspruchsvoll sein, denn Kadomo kann das gesamte Umbauspektrum für behinderte Menschen anbieten. Es reicht von einfachen Anpassungen wie einem Lenkraddrehknopf bis hin zu elektronischen Joysticklenkungen für stark mobilitätseingeschränkte Menschen. Da bei Kadomo jeder Umbau ein individuelles Produkt und eine maßgeschneiderte Lösung ist, bezeichnet sich das Unternehmen selbst als Mobilitätsmanufaktur. „Lösungen von der Stange oder aus dem Katalog sind beim behindertengerechten Fahrzeugumbau nicht zielführend“, stellt Frank Rösner unmissverständlich fest.

Der hohe Qualitätsanspruch von Kadomo wurde bereits im Gründungsjahr durch die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 dokumentiert – was eigentlich in so kurzer Zeit gar nicht möglich ist. Inzwischen ist Kadomo auch zertifizierter Partner von namhaften Autoherstellern wie Mercedes, Volkswagen und Renault. Darüber hinaus gehört das Unternehmen dem VFMP e. V. an sowie der European Mobility Group.

Perfekte Lösung, guter Preis

Im Zuge von Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung greift die Mobilitätsmanufaktur für seine Umbauten auch auf bewährte Produkte von renommierten Herstellern zurück. Zahlreiche Lösungen wurden aber auch im Unternehmen entwickelt und dann zum Patent angemeldet, sodass Kadomo seinerseits auch Produkte an andere Umrüster liefert. „Letztlich geht es darum, dass wir unseren Kunden die bestmögliche Lösung zu einem fairen Preis anbieten können“, sagt Udo Späker.

(Text: Paul Nebel)

Fazit:

Kadomo hat das Versprechen seines Namens (…und du KAannst DOch MObil sein) offenbar eingelöst und sich in nur kurzer Zeit zu einer echten Branchengröße gemausert. Die Mobilitätsmanufaktur punktet vor allem mit ihrer Beratung auf Augenhöhe, die letztlich zur Anerkennung als Integrationsfachbetrieb geführt hat.

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Persönliche Beratung bei Kadomo

Foto: Kadomo
Kadomo GmbH
Kleinhülsen 41
40721 Hilden/Düsseldorf
Tel.: 02103.2525900
Hotline: 0800.52366633
E-Mail: kontakt@kadomo.de
Internet: www.kadomo.de

Pro

  • Beratung auf Augenhöhe durch zahlreiche selbst behinderte Mitarbeiter
  • breites Umbauspektrum für viele Anforderungen
  • eigene Mietwagenflotte für Aktiv- und Passivfahrer
  • drei Standorte in Deutschland
  • eigene Entwicklungsabteilung mit innovativen Ideen

Contra

  • ggf. sehr weite Anreise

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